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ISBN: 978-3-7450-8830-4  260 Seiten
Format: 12,5 * 19 ............  9,99 €

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eBook ISBN 978-3-7427-8249-6  

180 Druckseiten ......................  2,45 €

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    42 Erotisch-Satirische Kurzgeschichten 

    - prickelnd mit Lachgarantie
    - viel schwarzer Humor
    - Satire mit hintergründigen Wortspielen

    Hier schon mal die Inhaltsangabe der einzelnen Kapitel:

    Verstehen SIE SEXisch ?!

    Die Sprache aller erogenen Zonen

     

     Inhalt:

     

    Erogene Zone 1 - SEXische Verformung

    ERO-Zone 2 - Bewerbungen
    SEXische Einstellung

    ERO-Zone 3 SEXisch für PC-Freaks
    Software-Angebot:

    ERO-Zone 4 - Erotischer Pilotenschein
    SEXisch im Luftraum

    ERO-Zone 5 - SEXisch für Programmierer
    Software-Beratung

    ERO-Zone 6 -  ALL is SEXisch
    Erotische Galaxien

    ERO-Zone 7 - SEXische Sportlegenden
    SEXisch vereint

    ERO-Zone 8 - SEXische Gezeiten
    Historische Betrachtung

    ERO-Zone 9 - SEXisch im Alter
    Gut erhalten

    ERO-Zone 10 - Die Vaginale
    SEXisch geklont

    ERO-Zone 11 - SEXische Gewerkschaft
    Tarif-Runde

    ERO-Zone 12 – SEXischer Macho-Scanner
    Lügendetektor

    ERO-Zone 13 - Macho – Abwehr
    SEXisch parieren

    ERO-Zone 14 - Schlafwandeln
    SEXisch Träume

    ERO-Zone 15 - Erziehungsratgeber
    SEXisch verzogen

    ERO-Zone 16 - Das Bundeskanzleramt
    SEXischer Lauschangriff

    ERO-Zone 17 - SEXische Steuer-Erklärung
    Online – Überwachung

    ERO-Zone 18 - Der Wert einer Frau
     SEXische Wertschöpfung

    ERO-Zone 19 - Technik, die begeistert
    SEXisch quirlig

    ERO-Zone 20 - Schauspielschule
    SEXischer Büroalltag

    ERO-Zone 21 - SEXisch 4 men
    Motto-Show:

    ERO-Zone 22 - Handy-like
    SEXische SMS

    ERO-Zone 23 - Sprach – „Schatz“
    Liebling’ s Worte

    ERO-Zone 24 - SEXische Täuschung
    Klassentreffen

    ERO-Zone 25 - Königlich fleischliches Amtsgericht
    SEXisches Verhandlungsgeschick

    ERO-Zone 26 - EU-Verordnung
    SEXische Investitionszulage

    ERO-Zone 27 - Küchen Erotik
    SEXische Tornados

    ERO-Zone 28 - Telefon-Sex
    SEXisch schnurlos

    ERO-Zone 29 - Po – Ethik
    SEXische Popolation

    ERO-Zone 30 – Ehe-“Einführungs”-fragen
    SEXischer Einbürgerungstest

    ERO-Zone 31 – SEXische Gesetzgebung
    Das neue BGB

    ERO-Zone 32 . Swinger Club
    SEXischer Formationstanz

    ERO-Zone 33 - : SEXischer Zap Man
    Runderneuerung

    ERO-Zone 34 - SEXische Nachrichten
    Pressespiegel

    ERO-Zone 35 - Speed Dating
    SEXische Grammatik

    ERO-Zone 36 - Die Lisa-Studie
    SEXische Tönung

    ERO-Zone 37 - SEXische Schnepfchen
    Kaufhäuser

    ERO-Zone 38 - Die Hölle
    SEXische E-Mails

    ERO-Zone 39 - Sprachzentrum
    SEXisch abgehoben

    ERO-Zone 40 - Wiki Meets
    Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft

    ERO-Zone 41 - Aufklärung für die Landjugend
    ERO-Zone 42 - Der Höhepunkt

    Vorspiel:

    Wenn Sie sich für unwissenschaftlich hingekritzelte Erotiktexte interessieren und profane „Ooooh“ – Laute beim SEX als ausreichenden Artikulationsversuch empfinden, wenn das international gern angewandete „Oh my go(o)d!“ (zu Deutsch: „Oh du mein Gudster“)  Ihr einziger Wort-SCHATZ bleiben soll, dann dürfen Sie dieses Büchlein sofort wieder zuklappen oder vom eBook-Reader löschen. Auch wenn Sie ein profanes Sexbuch erwarten (Schmuddelbuch!) ... dann schnell anderweitig umsehen!
    Bedanke mich trotzdem für Ihr Interesse

    Ihr Nicolas Cenway

    Für all diejenigen, die jetzt weiter lesen möchten, eine letzte Warnung: Dieses Buch deckt die Verbalerotik der Liebe in Zonen auf, die Sie vielleicht bisher als weniger erogen empfanden. Sollten Sie die Absicht haben, sich „anSEXeln zu lassen, liegen sie hier genau richtig – oder stehen Sie noch?

    Aber bitte, halten wir dieses Vorspiel kurz – lassen Sie uns rasch zur Sache kommen. Viel Spaß und viele exstatische Stunden wünscht Ihnen Ihr Sprachtrainer für SEXisch

    Rechtlich sehe ich mich ungezwungen, darauf hinzuweisen, dass die nächsten Seiten für Jugendliche unter 30 Jahren nicht geeignet sind, denn die Jugend hat ihren eigenen Sprachgebrauch. So nennen sie die Zigarette danach nicht etwa „Rauchen“, sondern sagen „Lungenbräunung“ dazu, ein Wort, das beim SEX zum Tabuwort gehört, weil so tief ja doch kein Weibchenbefruchter (=SEXisch „Teilchenbeschleuniger“) eindringen kann. Und Mädchen ... das bezeichnen sie als spaltbares Material. Nein ... so vulgär möchte dieses Buch nich artikulieren!

     

    Wenn Sie also jünger als genannt sind, bewahren Sie dieses wertvolle Werk auf, bis Sie das SEXische Mindestalter erreicht haben und dann werden Sie feststellen, dass sich der Wert dieses Buches verhundertfacht haben wird. Damit werden Sie reich an gelebter Erfahrung und (nachfolgende Angaben sind wie immer ohne Gewähr) an Gütern. Ehrlich !

    Aber ganz im Ernst

    Dieses Werk soll und wird Ihnen ein paar liebens – und vielleicht auch lebenswerte Anregungen geben – nehmen Sie nicht alles bierernst, denken Sie daran, dass SEXualität und Liebe Ihr Leben gesund halten werden. Wenn dieses wichtige,   Werk der Literatur dazu beiträgt, Liebe und Erotik als etwas Wunderbares und Selbstverständliches zu verstehen, dann hat sich dieses unverzichtbare Buch und damit auch Ihre Ausgabe gelohnt.

    Lassen Sie Hintergründigkeit und Humor auf sich wirken, denn die Tränen, die Sie lachen .... die müssen Sie nicht mehr weinen!
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    Aus 42 Geschichtn haben wir eine Leseprobe für Interessierte ausgesucht

    Erogene Zone 10

    SEXisch geklont

    Die Konjunktur muss belebt werden.

    Seit es geklonte Frauen und Männer im Kaufhaus und im Versandhandel gibt, verzeichnet die Regierung einen neuen Aufschwung und eine stetig steigende Nachfrage.

    In Berlin öffnete mit der Vaginale die größte Klonshow der Welt, auf der die Branche neue Modellen eindecken konnte.

    „Bummel im KadeWe“

    Das Kaufhaus des Weibes (KadeWe) war eigentlich nur für Männer bestimmt, denn hier gab es die neuesten weiblichen Klonmodelle aus aller Welt.

    Der Ferdinand sah sich zunächst die Standardmodelle an und ein eifriger Verkäufer, sein Namensschild wies ihn als Herr Feuchtwängler aus, kümmerte sich rührend um eine komplette Kundenberatung.

    Ferdinand betrachtete die Brünette, die in der Mitte des Schauraumes laszive Bettbewegungen auf einer roten Couch trainierte.

    „Unser Modell Gluteus Maximus“, klärte Herr Feuchtwängler auf.

    „Seltsamer Name für ein Rasseweib“, bemerkte der Ferdl.

    „Kommt vom Lateinischen: musculus glauteus maximus, der große Gesäßmuskel. Dieses Model zeichnet sich durch einen wertvollen Hintern aus, gleich dem von Jennifer Lopez. Im Preis dieses Produktes ist eine zweijährige Versicherung für ihren geilen Popo enthalten, mein Herr.“

    „Ja, die könnte mir schon gefallen. Ist das Ihr Grundmodell oder hat sie auch Extras?“

    „Diese Dame beinhaltet alle Extras. Sie sehen das an den vielen Tasten auf der umfangreichen Fernbedienung. Sie hat auch zwei USB-Anschlüsse für SM-Zubehör“

    „Ah so, ja, klar.“

    „Analtechnisch ist sie natürlich das Beste, was der Markt derzeit zu bieten hat. Eine Powerfrau im Bett, die darüber hinaus alle Facetten oraler und vaginaler Spielarten beherrscht. Als eines der wenigen Produkte ausgestattet mit der „EVS“- und VE Funktionen.“

    „EVS-Funktion?“

    „Ja, der Herr. EVS steht für Extra Versaute Schlampe, VE für Verbal Erotik. Aber es gibt auch die GF-Taste als Kontrapunkt, GF für Gnädige Frau. Sie können dieses Produkt demzufolge privat und geschäftlich hervorragend positionieren, ein Wunderwerk neuster Klontechnik aus der Ukraine, dort von amerikanischen Wissenschaftlern konstruiert und bis zur Serienreife entwickelt.“

    „Na gut, Herr Feuchtwängler, dieses Modell werde ich sicher im Auge behalten. Was haben Sie denn noch zu bieten?“

    „Die Dame daneben, die in superblond, ein sehr beliebtes Stück, ein Bestseller unseres Hauses. Modellname „Madame Stupidida, ein echtes Dummchen, wie man es sich wünscht. Tranig, verträumt, strotz doof und treuherzig. Der können Sie beim Laufen die Schuhe besohlen. Sternschnuppen sieht sie nicht, weil sie nicht so schnell den Kopf heben kann, um der Richtung zu folgen, die man ihr nennt. Aber sie macht alles, was die Fernbedienung hergibt. Immer mit einem besonderem Augenaufschlag, geradezu verzückt. Sie himmelt ihren Besitzer an, egal, was er gerade macht oder  besser – mit ihr macht. Eine wunderbare Gespielin und mit Zertifikat GD für ‚Geprüfte Dummheit’ ausgestattet, also die Gawähr für fehlende Intelligenz.“

    „Klingt auch verlockend“, sinnierte der Ferdl und betrachtete die üppigen Auswuchtungen unter den Schlüsselbeinen. „Kann ich mal die Brüste sehen?“

    „Gerne, der Herr.“ Herr Feuchtwängler tippte auf den „BH“ – Knopf und Madame Stupidida stand auf und entledigte sich ihrer Oberbekleidung. Ein üppiger Busen, fest und gerundet, präsentierte sich dem Ferdl, dem das Wasser im Mund zusammen lief.

    „Perfekt“, lobte er das Produkt.

    „Ja, der Herr. Und preisgünstig, man hat sich bei der Produktion aufwändige Verkabelungen für das Gehirn erspart, deshalb halb so teuer wie vergleichbare Modelle. Wenn Sie mir die Bemerkung gestatten, ein echtes Deppchen als Schnäppchen.“

    Nach diesen Titten würde ich schon gerne mal schnappen, dachte sich Ferdinand.

    Herr Feuchtwängler deutete auf ein schwarzhaariges, grazil wirkendes Modell. „Unser zweitbester Verkaufsschlager ist ‚Miss Gracilis’. Dünn, aber ungemein biegsam, beherrscht Spagat und Bewegungen, wie man sie von Ballerinas her kennt. Und das ohne Kleidung, wenn Sie verstehen, was ich meine.“

    „Oh ja, das verstehe ich sehr gut.“

    „Eine gute Wahl, wenn man abstrakte und artistische Stellungen liebt“, erklärte Herr Feuchtwängler eifrig.

    „Ja, auch diese Dame könnte mir gefallen. Wir merken sie mal vor.“

    „Gerne, mein Herr. Als nächstes möchte ich Ihnen unser Modell ‚Shop Sue’ vorstellen. Sie gehört zu den elegantesten Produkten unserer Angebotspalette. Ihr Name ist Programm, ein Shopping Girl, hauptsächlich programmiert auf ausgefallene Dessous. Ich werde mal den ‚Ausziehknopf’ für Sie betätigen, dann staunen Sie selbst.“

    Der Ferdl staunte tatsächlich. Eine Traumfigur in Lack und Leder stand plötzlich vor ihm und begann mit räkelnden, eindeutigen Bewegungen seinen Adrenalinspiegel hoch zu katapultieren. Diese Frau sah nicht nur teuer aus, sie verstand es sicherlich, seine Barschaft täglich zu entlasten, er sah sie vor seinem geistigen Auge durch die Läden und Shops der Stadt stolzieren.

    „Der Anschaffungspreis von Shop Sue ist günstig“, bemerkte Herr Feuchtwängler.

    „Ja“, nickte Ferdinand versonnen. „Aber die Folge- und Unterhaltskosten sind sicher exorbitant.“

    Herr Feuchtwängler zog es zunächst vor zu schweigen. Der Ferdl entdeckte in dieser Zeit der Stille ein Modell, das in einer Glasvitrine stand. „Und die dort?“, wollte er wissen.

    „Ach, mein Herr, das ist unser Top Modell, das sexuell hochwertigste Produkt, leider im Moment mit Lieferzeiten von über einem Jahr. Es ist das Modell Ferrara. Ja, Sie denken richtig, der Ferrari unter den Klonfrauen. Absolut sportliches Weibchen mit Einzelbeinaufhängung und oben liegender Lockenwelle. Die ist sofort auf Touren und geht ab wie eine Rakete. Ein Sexwunder modernster Technik. Ein rasendes Mädel und ein Wildfang.“

    „Kostet?“

    Herr Feuchtwängler hob seine rechte Hand und zwei Finger der Linken dazu. „Siebenstellig, mein Herr.“

    „Oh. Haben Sie auch ein Discountmodell in meiner Preisklasse?“ 

    „Aber natürlich. Am billigsten ist das Modell Verona Doof, aber es ist sehr vergriffen und out. Ich empfehle deshalb unser Modell Tschernobyl, gefertigt in China, die Grobteile stammen aus Russland. Ein absolutes Chaosweib, ob ihrer Größe ein Mini im Vergleich zum Modell Ferrara, aber mit Sprengstoff im Schritt. Zündet auch sofort. Sie hat einfache Funktionen, vergleichbar mit ihrem amerikanischen Äquivalent Paris aus dem Hause Hillmond. Ihre Schlichtheit hat es aber in sich. Dafür hat sie ein paar Zusatzoptionen und wer was von Technik versteht, kann sich ein paar Extras dazu programmieren.“

    „Ja, das wäre was für mich, Herr Feuchtwängler. Und was kostet die?“

    „Schlappe siebentausendfünfhundert ab Werk – ein unschlagbarer Preis für das Grundmodell. Wird allerdings auch nackt, ohne Kleider geliefert. Aber keine Angst, sie schmutzt nicht, ist auch sehr günstig im Verbrauch mit je drei Liter Reis auf hundert Freudenstunden – da kann man doch nicht meckern, oder?“

    „Siebentausendfünfhundert, hm, na ja, da ist doch sicher noch ein kleiner Rabatt drin. Ich zahle auch bar. Oder ist Leasing günstiger?“

    „Sie können natürlich auch leasen. Die Leasingrate ist erschwinglich bei einer Stoß, – äh Laufzeit - von vier Jahren. Natürlich können Sie diese Raten steuerlich sofort absetzen als Außergewöhnliche Belastung.“

    „Und bei Barzahlung, wie sieht es mit dem Rabatt aus?“, drängelte Ferdinand.

    „Na ja, zehn Prozent kann ich geben, aber mehr ist nicht drin.“

    „Gut, dann zahle ich bar. Wie steht es mit der Garantie?“

    „Wie üblich, drei Jahre mit Mobilitätsurkunde. Kundendienst wie üblich – eine Jahresinspektion. Nach hundert Einfahrstunden sollte aber im Neuzustand das Gleitmittel ausgetauscht werden.“

    „Darf ich das Modell noch einmal beschnuppern?“

    „Aber natürlich, schnuppern sie an ihr, soviel sie möchten. Ich lasse Ihnen die Fernbedienung da, dann können Sie schon mal eine chinesische Probeschlittenfahrt machen – die Kabine eins steht dafür zur Verfügung.“

     

    Die „Probefahrt“ verlief zu Ferdls vollster Zufriedenheit und bereits zwei Tage später konnte er auf der Klonzulassungsstelle seine Errungenschaft anmelden. Da es sich bei dem Modell um ein schadstoffarmes Mädchen der Euronorm Popo VI handelte, musste Ferdl für das erste Jahr keine Klonsteuer zahlen. Die Versicherung war auch günstig, da er mit SF30 (SF = Sexfreirabatt) in der günstigsten Klasse eingestuft wurde. Und Ferdl hatte Glück, bereits einen Monat später gab das Unternehmen bekannt, die Lieferzeiten für Modell Tschernobyl müssten drastisch gesteigert werden – die Nachfrage nach einem günstigen Klonweibchen hatte sich vervierfacht und die Preise für das Modell kletterten. Zufrieden kletterte Ferdl nun jeden Abend auf seine Miss Tschernobyl und erlebte dort zahlreiche chinesische Schlittenfahrten.

     ***


    „Und hier haben wir unser Modell „Mailänder“, ein Pelzmodell der Oberklasse“, beriet Herr Feuchtwängler seine Kundin im Kadepom, dem Kaufhaus für Frauen, die dort seit einem Jahr geklonte Männer erstehen konnten. Kadepom stand für Kaufhaus der Potenzmänner, eine Folgeentwicklung der Klonweibchen. Feuchtwängler hatte den Arbeitgeber gewechselt, da der Umsatz im KadeWe stagnierte und viele Verkäufer fürchteten Entlassungen.

    Gerinda, seine Kundin, betrachtete den Mittelschweradonis, der über und über dicht behaart war. „Ein Pelzmodell hatte ich mir eigentlich nicht vorgestellt. Zu viele Haare, Herr Feuchtwängler, man sieht ja den Schniedelwutz gar nicht.“

    „Oh, Gnädigeste, das ändern wir schnell.“ Feuchtwängler drückte den Knopf „Größe 30“ auf der Fernbedienung und im Nu sah Gerinda einen mächtigen Penis aus dem schambehaarten Unterteil empor steigen.

    „Allen Respekt“, entfuhr es der Dreißigjährigen.

    „Ja, gnädige Frau, dass ist ein Ejakulationstorpedo erster Güte.“

    „Glaube ich Ihnen sofort. Aber sehen wir uns doch Ihre Auslage erst mal gesamt an.“

    „Gerne, verehrte Dame. Vielleicht dieses Modell: Solar Man. Hat Photovoltaikzellen statt eines Gehirns, ist absolut wartungsfrei und umweltfreundlich.“

    „Ja, aber ich treibe es doch lieber im Dunkeln, also nachts, wenn ich von der Arbeit komme.“

    „Kein Problem, tagsüber legen Sie ihn in die Sonne und nachts entladen Sie seine Akkus.“

    „Aha!“

    „Beachten Sie auch seinen Teint – sonnengebräunt, blaue Himmelsaugen, stechender Blick.“

    „Die schwarzen Haare gefallen mir ganz besonders. Graut er nach?“

    „Nein, das ist der beste Lack, metallic.“

    „Und er daneben?“

    „Unser Modell ICE – gehört zur Produktpalette der Hektomaten, besonders geeignet für schnelle Shoppingrunden. Stoppt nicht an jedem Elektronikstand und liebt längere Aufenthalte im Kleiderabteil.“

    „Klingt verlockend. Und hat starke Muskeln, die Einkaufstüten zu tragen. Und im Bett?“

    „Na ja, da kommt er ab und zu unpünktlich, aber sie arbeiten daran.“

    Gerinda wehrte ab. „Nein, dann doch nicht.“

    „Vielleicht unser ‚Musculus’, ein Paket geballter Kraft. Sehen Sie nur seine schweren Hoden, da steckt Power drin.“

    „Ja, ganz hübsch. Teuer?“

    „Ja, der kostet eine Kleinigkeit. Günstiger ist unser Minipopper, ausgereifte Technik, wendig, leicht verstaubar in kleinen Wohnungen.“

    „Der gefällt mir“, bestätigte Gerinda.

    „Ja, der ist auch erschwinglich für jeden Geldbeutel.“

    „Und der Blonde da drüben?“

    „Auch eine gute Wahl – ein Spitzenprodukt, unser Bärenkiller. Die Frauen nennen ihn auch gerne George Klony. Das Beste, was der Markt zu bieten hat, ein männliches Testosteronwunder mit Orgasmuszertifikat der Klasse zehn, die höchste, die es in der Richtung gibt. TÜV-geprüft, GS – Siegel für Guten Sex, ein Obermacho, wie ihn Frauen mögen.“

    „Den muss ich auch haben, allerdings möchte ich an der Ausstattung einiges verändern – gibt’s den auch in Sonderlackierung, sodass mir ein gleichfarbiges Exemplar nicht begegnet?“

    „Aber selbstverständlich, gnädige Frau. Wir haben übrigens eine eigene Tuningwerkstatt, die kann Ihnen dieses Exemplar aufmotzen – da gibt es kaum Grenzen. Werden Sie sich für dieses Modell entscheiden?“

    Herr Feuchtwängler war es gewohnt, auf diese Entscheidung drei weitere Stunden zu warten, bis Gerinda alle Modelle gesichtet, bewertet und anprobiert hatte. Am Schluss blieb sie dabei, sie wählte den ‚Bärenkiller’ und es folgte eine vierstündige Unterredung mit dem Chef der Tuningwerkstatt.

     *** 

    Gerinda und der Ferdl trafen sich zwei Jahre später mit ihren jeweiligen Klonpartnern. Beide waren mit ihren Modellen sehr zufrieden und verabredeten sich zu einem gemeinsamen Essen bei Gerinda. Sie kochte für den Ferdl und es schmeckte ihm so gut, dass er seine Hose öffnen musste. Gerinda ließ das nicht unberührt und so kam, was kommen musste: Sex mit einem echten Menschen, eine ungewohnte Erfahrung für die beiden. Sie vertieften sich so sehr ineinander, dass sie nicht bemerkten, was Miss Tschernobyl und der Bärenkiller im Gästezimmer so trieben und das ganz ohne Fernbedienung.   

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    Erogene Zone 1

    Partnerschaft

    SEXische Verformung

    Wenn Frauen treu sind  ....

    „Es muss nicht immer Xaver sein“

    Petra öffnete die Tür und bat ihre Freundin Kerstin herein. Der Kaffee stand bereits fertig auf dem Tisch und die leckeren Nussecken glitzerten auf der breiten Schale – Kerstins Lieblingsgebäck.

    Kerstin schob sich eine der Köstlichkeiten zwischen ihre blendend weißen Zähne, die schon kurz darauf von der leckeren Schokolade eingesäumt wurden. Ihr Kauen wirkte jedoch eher nachdenklich und Petra merkte sofort, dass etwas nicht stimme.

    „Komm, teure Freundin, was ist los. Dein Anruf klang dringend.

    „Na ja“, begann Kerstin, „so wichtig ist es auch nicht. Ich bin – na ja, ich habe ...“

    „Komm, jetzt erzähl schon.“

    „Okay, Petra: Ich bin fremd gegangen.“

    „Also das ist es. Na – dann herzlichen Glückwunsch.“

    „Glückwunsch?“

    „Ja, meine Liebste, Glückwunsch. Du bist Mitte vierzig, es wurde Zeit.“

    „Wie, es wurde Zeit?“

    „Na, alle gehen mal fremd.“

    Erleichtert nahm Kerstin die nächste Nussecke. „Da bin ich aber froh. Echt, mir fällt ein Stein vom Herzen, ich musste es einfach jemand sagen. Es war so wunderschön.“

    „Na also. Dann ist doch alles in Butter.“

    „Ja, schon. – Sag mal, bist du auch schon mal fremd gegangen? Hast du deinen Xaver schon mal betrogen?“

    „Es muss nicht immer Xaver sein“, schmunzelte Petra. „Ja, fast jeden zweiten Tag brauch ich meinen Liebhaber. Xaver ist mir zu wenig.“

    „Kenne ich deinen Liebhaber?“

    „Nein.“

    „Erzähl, wie heißt er, wie ist er?“

    „Er heißt Konrad. Und er ist ganz toll. Ein Dauerbrenner, wird nie müde, ist immer für mich da, schweigt und lässt sich alles gefallen. Er hat ein mega Teil – fest und steif, dennoch biegsam genug, um alle meine Höhlen zu erforschen.“

    „Klingt toll.“

    „Ist auch toll.“

    „Und dein Mann?“

    „Weiß natürlich von nichts.“

    „Und dein Konrad, akzeptiert er deinen Mann?“

    „Ja, immer. Er ist nie eifersüchtig, will nie etwas von mir, wenn ich nicht will. Ein Traum.“

    „Und was kannst du alles mit ihm machen?“

    „Alles, Kerstin. Der ist oral und anal genauso gut drauf wie vorn in meiner Samtpfütze. Auch sonst streichelt er ausdauernd und liebevoll alle Teile, die ich ihm hinhalte. Wird nie müde – muss ihm kein Bier holen oder seine Hemden bügeln. Und er schnarcht nicht.“

    „Phantastisch. Also mein Lover ist ja auch eine Granate, aber ausdauernd? Nein, einmal in der Woche, mehr schafft er nicht. Na, ja, das reicht ja auch. Erfüllt die Statistik.“

    Die dritte Nussecke widmete Kerstin ihren Erzählungen und Konrad war bald vergessen.

    Die Freundinnen trafen sich erst im nächsten Monat wieder.

    „Hast du deinen Liebhaber noch, Kerstin?“

    „Aber natürlich. Klappt wunderbar mit ihm. Und du? Was macht dein Konrad?“

    „Ich musste mir einen neuen zulegen“, gab Petra zu. „Konrad habe ich auf dem Herd verschlissen, dort hatte ich ihn abgesetzt, nachdem wir hemmungslos Sex miteinander hatten. Nur vergaß ich, die Herdplatte abzuschalten. Er wurde total deformiert. Sein mega geiles Teil ist geschmolzen, Brandnarben auf seiner geschmeidigen Spitze haben sein Karpfenmäulchen verunstaltet, und die Hoden sind geplatzt. Ein schrecklicher Unfall war das. Na ja, er tut mir schon sehr leid.“

    „Oh weia, der Ärmste. Das klingt ja fürchterlich – er muss doch wahnsinnig geschrien haben.“

    „Nein, er war ganz still.“

    „Oh Gott, tapfer ist er auch noch. Der kann doch nie mehr Sex.“

    „Nein, kann er nicht. Eine Reparatur lohnt sich bestimmt nicht mehr.“

    „Hast du ihn ins Krankenhaus bringen müssen?“

    Petra lachte herzhaft. „Ins Krankenhaus? Nein ich habe ihn im gelben Sack entsorgt.“

    „Im gelben Sack? Petra, das ist ja Mord! Passte er da überhaupt hinein?“

    Petra schmunzelte. „Klar doch, er war ja total verschrumpelt. Also ich glaube nicht, dass man das Mord nennen kann.“

    „Petra! Wo hast du denn den gelben Sack hin – in den Kofferraum?“

    „Nein, am nächsten Tag kam die Müllabfuhr. Da war er weg und das war gut so, sonst hätte Xaver ihn am Ende noch entdeckt und das wollte ich nicht.“

    „Ja, aber, dein Konrad – ich darf gar nicht dran denken. Keine Beerdigung, spurlos verschwunden, vorher Höllenqualen, Petra, was bist du nur für ein Mensch? Ich erkenne dich nicht wieder.“

    Petra beruhigte die Freundin. „Ach Kerstin, reg dich wieder ab. Eine Beerdigung für Konrad, das wäre doch sehr übertrieben gewesen. Außerdem habe ich jetzt Berti und der spritzt auch viel länger.“

    „Konrad, Berti – Mensch Petra, du hast einen ganz schönen Verschleiß an Männern.“

    „Wieso Männer? Ach so, Entschuldige, Kerstin. Hatte ja ganz vergessen dir zu sagen, dass Konrad und Berti keine Männer sind.“

    Die Nussecke, von der sie abgebissen hatte, blieb Kerstin unzerkaut im Mund stecken. „Du treibst es mit Kindern?“ entfuhr es ihr und der Schrecken stand ihr ins Gesicht geschrieben.

    „Quatsch. Konrad war mein Dildo aus Plastik, und obwohl Plastik ja auch eine Daseinsberechtigung hat, muss man ihn doch nicht beerdigen. Und Berti, Berti ist mein neuer Lover – reinstes Silikon, geschmeidig und weich und ebenso willig wie Konrad. Und ich verspreche dir: Ich werde auf Berti aufpassen, damit ich noch lange Freude an und mit ihm haben werde. Versprochen!“

    „Na gut“, murmelte Kerstin. „Ich geb’ ja zu, es muss nicht immer Xaver sein. Aber Dildos – ich weiß nicht ...“ 

     

     

     

    Ende der Leseprobe

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